Die führerscheinfreie Tour übers „Kleine Meer“ - erlebnisreiche Ferien auf dem Hausboot
- Die Mecklenburgische Seenplatte
- Länge: ca. 152 km
- Dauer: 1 Woche
- Schleusen: 8
- Sportbootführerschein: nein
- Route: Hafendorf Rheinsberg - Zechlinerhütte - Mirow - Waren - (Jabel -) Malchow - Waren - Röbel - Kleine Müritz - Hafendorf Rheinsberg
- Exposé: PDF-Datei herunterladen (ca. 0,2 MB)
Diese Tour führt Sie durch eine einmalige Fluss- und Seenlandschaft, die dem Dahinschmelzen der letzten Eiszeit zu verdanken ist: unzählige Seen in allen Größen und Formen, eingebettet in sanfte Hügel und breite Urstromtäler, sandige Böden nähren urige Wälder, duftende Blumenwiesen und Weiden. See-, Fischadler und Kraniche finden hier weitgehend intakte Lebensräume. Sie werden kaum ein Revier in Europa finden mit dieser faszinierenden Kombination aus atemberaubender, nahezu wilder Natur, tausendjähriger Geschichte und Kultur, das zudem ausgestattet ist mit modernster Infrastruktur. Hier erwarten die Urlaubskapitäne unbegrenzte Möglichkeiten.
Sie starten vom Hafendorf Rheinsberg Richtung Norden über den Rheinsberger See, vorbei an Zechlinerhütte zur ersten Schleuse Marina Wolfsbruch im Hüttenkanal. Es empfiehlt sich noch am ersten Abend diese Schleuse anzufahren, dass Sie gleich am nächsten Morgen in die erste Schleusung gelangen und sich so unnötige Wartezeit ersparen.
Im Kleinen Pälitzsee fahren Sie nach Backbord über die Verbindung in den Canower See und durch die Schleuse Canow. Kurz darauf erreichen Sie den Labussee, den Sie Richtung Backbord durchfahren. Hinter der Schleuse Diemitz gleiten Sie über mehrere idyllische Seen, bevor Sie zum Mirower Kanal gelangen. Ein Landgang in Mirow wird belohnt mit der bezaubernden Schlossinsel des Städtchens, das am Rande des Müritz-Nationalparks liegt.
Hinter der Schleuse Mirow haben Sie freie Fahrt zur Müritz, dem mit 116 km2 größten Binnensee Deutschlands. Kennzeichnend für das „kleine Meer“ sind: glasklares Wasser, eine Sumpflandschaft am Ostufer mit dichten Schilf- und Röhrichtzonen, ein abwechslungsreiches Westufer mit Wiesen, fruchtbaren Äckern und Wäldern, die bis an das Wasser heranreichen. Bei starken Westwinden fordert dieses Gewässer dem Skipper alles ab. Die Müritz kann schnell eine kabbelige und schlagkräftige Welle (1m und mehr) aufbauen. Im Gegensatz zur Ostsee finden die Skipper hier jedoch in kurzer Zeit Unterschlupf in geschützten Häfen und Buchten. Die ausgetonnten Untiefen und die flachen Uferzonen sollten in gebührendem Abstand umfahren werden. Gleiches gilt auch für das Ankern in diesen Buchten.
Am äußersten Nordufer der Müritz liegt der Luftkurort Waren mit seinen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Vom Turm der Marienkirche bietet sich ein unvergleichliches Panorama über das restaurierte Rathaus zum neuen Stadthafen mit den sanierten Speichern, wo das Leben im, am und auf dem Wasser pulsiert. Durch den Reekkanal gelangen Sie auf den Kölpinsee, von wo aus ein Abstecher in den Jabelschen See zum Yachthafen Maribell möglich ist.
Zur Inselstadt Malchow kommen Sie, wenn Sie den Göhrener Kanal und den Fleesensee durchfahren. Eine eiserne Drehbrücke verbindet die Altstadt-Insel mit dem Nordufer Malchows. In der Sommersaison wird sie zu jeder vollen Stunde geöffnet und die Schiffe können Richtung Plauer See und in Gegenrichtung passieren. Sehenswert sind außerdem die mittelalterliche Klosteranlage und ein DDR-Museum im einstigen „Film-Palast“ neben der Stadtkirche.
Unsere einwöchige Tour rät hier zur Umkehr, um über die Müritz und die Müritz-Havel-Wasserstraße nach Rheinsberg zurückzukehren. Auf dem Rückweg ist ein Abstecher in den südwestlichen Müritzarm nach Röbel empfehlenswert. Markenzeichen dieser malerischen Kleinstadt sind viele bunte restaurierte Fachwerkhäuser und zwei markante Backsteinkirchen.
Abstecher: Jabel, Buchholz am Müritzsee
