Mit einem Hausboot die Masuren entdecken - unser Tipp: Die Masuren-Tour
- Die Masurische Seenplatte:
- Länge: ca. 150-250 km
- Dauer: 1-2 Wochen
- Schleusen: keine
- Sportbootführerschein: ja
- Route: Sztynort/Steinort – Wegorzewo/Angerburg – Gizycko/Lötzen – Mikolajki/Nikolaiken – Pisz/Johannisburg – Lyn – Everlyn – Sztynort/Steinort
In den Masuren befahren Sie ein natürliches Paradies: Die eiszeitlich entstandene Seenland-schaft bietet unzählige klare, durch Kanäle verbundene Seen, natürlich gewachsene Waldgebiete und seltene Tierarten. 11 Naturschutzgebiete und ein Biosphärenreservat be-finden sich auf dem Gebiet der Großen Masurischen Seen. Dies und moderne Häfen, ein erstklassiger Service und ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis machen diese Region zu einem traumhaften Revier für Wassersportler.
Bei all Ihren Tourplanungen sollten Sie unbedingt Zeit einplanen, auch außerhalb der Gewässer die touristischen Höhepunkte zu erkunden. Ob die Wolfsschanze, den Masurischen Kanal oder Ketrzyn/Rastenburg. Alle diese Orte haben eine große geschichtliche Bedeutung und sind ein Muss, wenn man in den Masuren den Urlaub verbringt.
Ausgangspunkt Ihrer Tour ist Sztynort/Steinort, ein moderner Hafen im Norden der Masurischen Seenplatte mit bewachtem Parkplatz, Hotel, Restaurants und einem Supermarkt auf dem Gelände.
Sie verlassen die geschützte Bucht des Hafens und fahren nach Backbord durch den Darginen See in nördliche Richtung zum Mauersee, den Sie komplett durchqueren. An dessen nordöstlichem Ende führt Sie ein Kanal direkt nach Wegorzewo/Angerburg. Hier finden Sie Platz im städtischen Hafen und können die wiederaufgebaute Burg des Deutschen Ordens aus dem 14. Jahrhundert und eine spätgotische Kirche aus dem frühen 17. Jahrhundert besichtigen.
Die nächste Etappe führt zurück über den Mauersee, den Darginen und Kissain-See nach Gizycko/Lötzen. Dieser Ort ist ein zentral gelegenes touristisches Zentrum der Masuren mit einem großen Yachthafen und dem Hafen und Sitz der Masurenschifffahrt. Sehenswürdigkeiten sind ein Flügel einer Burg des deutschen Ordens von 1340, Festung Boyen – ein sehr gut erhaltenes Denkmal militärischer Architektur und die einzige in Europa fast 100 t schwere Drehbrücke (erbaut 1848).
Weiter führt Sie der Weg durch mehrere Kanäle bis hin nach Mikolajki/Nikolaiken, einem weiteren touristischem Zentrum an den Masuren. Direkt neben dem Stadthafen können Sie über die Promenade wandern und direkt am Wasser das Treiben der Wassersportler beobachten. Hier können Sie auch die Zeit nutzen, um die Vorräte auf Ihrem Schiff wieder aufzufüllen.Am nächsten Tag sollten Sie den Wetterbericht etwas genauer studieren und auf die Windstärke achten. Denn im größten See der Masuren, dem Spirding-See, können Sie vom Wetter und der Größe der Wellen schon mal überrascht werden. Im Übrigen ist der Spirding-See deutlich größer und im Schnitt tiefer als die Müritz.
Nach dem Überqueren des Spirding-Sees machen Sie Halt in Pisz/Johannesburg. Hier können Sie Teile einer Burg des Deutschen Ordens und den denkmalgeschützten Turm der Pfarrkirche aus dem Jahre 1694 mit barockem Altar besichtigen.
Die nächsten Etappen führen Sie geographisch gesehen wieder näher an Steinort. Über Nikolaiken führt Sie der Weg nach Ryn/Rhein. Auch hier finden Sie neben einem schönen Stadthafen auch viele Zeitzeugen der Geschichte (u.a. des Deutschen Ordens) in der Stadt.
Auf dem Weg zurück können Sie im Hafen Everlyn im Kröstensee halt machen. Dieser kleine gemütliche Hafen ist ein von deutschen Besitzern aufgebautes Kleinod im Ort Prazmowo und lädt Sie zur Übernachtung ein. In der gemütlichen Strandbar können Sie hier die Erlebnisse auswerten und den Tag entspannt ausklingen lassen.
Bevor Sie das Schiff wieder im Heimathafen übergeben müssen, empfiehlt es sich bei entsprechendem Wetter auf jeden Fall, die letzte Nacht in einer der zahlreichen kleinen Buchten vor Steinort zu verbringen.


